Kann der LaVo?

Am Samstag ist es soweit.

Die Piratenpartei Baden-Württemberg lädt zum Landesparteitag ein. Initial hätte dieser schon früher stattfinden sollen, aber Covid19 machte einen Aufschub notwendig.

Neben der Aufstellungsversammlung zur Bundestagswahl wählt Baden-Württemberg hier auch den Vorstand. Ich bin nun seit einiger Zeit Beauftragter (und so eine Art Teamlead) für die Mitgliederverwaltung und IT im Bund der Piratenpartei Deutschland und sorge dort dafür, dass die Mitgliederverwaltung der Partei konsolidiert, reorganisiert und strukturiert wird. Im Rahmen dieser Aufgabe konnten wir, mit der Hilfe der Beauftragten und Helfer, bereits für eine beträchtliche Verringerung der offenen Tickets sorgen und haben bereits Pläne zur Verschlankung und Effizienzsteigerung erstellt. Unter Anderem wird es auch ein neues, besseres Mitgliederportal geben, welches Arbeitsschritte, die problemlos automatisiert werden können, automatisiert. Dies wird Wartezeiten verringern und Vorgänge vereinfachen. Ganz piratig: online, digital und datensicher!

Mich in der Mitgliederverwaltung zu beteiligen ist auch nur folgerichtig: als Community Manager in der Gamingbranche verwalte und führe ich seit mehr als 15 Jahren, etwa 12 davon beim selben Arbeitgeber, ehrenamtliche Teams in einer Größenordnung von mehreren Tausend Mitgliedern. Es bleibt nicht aus, dass man dabei lernt, Vorgänge zu simplifizieren, Aufgaben zu delegieren und in einer unübersichtlichen Organisationsstruktur trotzdem einen gewissen Überblick zu behalten.

Genau da liegen auch meine Stärken: Organisation, Struktur, Verwaltung und Kommunikation zwischen den einzelnen Rädchen der Maschine. Es ist für mich daher nur folgerichtig und logisch, nachdem ich mich hier im Bund bereits einbringe, auch regional aktiver mitzuhelfen. Ich möchte daher den Vorstand als Mitglied aktiv bei der Kommunikation mit den einzelnen Untergliederungen unterstützen und diese intensivieren, verbessern und verfeinern. Als Fachmann für Organisation und Kommunikation bin ich mir sicher, hier Impulse setzen und den Vorstand tatkräftig unterstützen zu können.

Zudem bin ich als Community Manager täglich mit Sozialen Netzwerken in Berührung, erstelle Contentpläne, habe Kontakt mit der Fachpressse und arbeite eng mit der PR/dem Marketing zusammen. Ich könnte also auch in der Pressearbeit aushelfen und sehe da Möglichkeiten zur Unterstützung.

Politisch bin ich sicher streitbar und unsere Partei ist wohl mithin das diverseste Sammelbecken politischer Strömungen, das es in der deutschen Parteienlandschaft aktuell gibt. Es ist sicher auch kein Geheimnis, ich stehe politisch vermutlich ein wenig weiter in der Mitte, als viele Piraten und habe auch die eine oder andere konservative, mancher würde sagen “Hardliner”, Ansicht.

Wir Piraten sind politisch extrem divers: bei uns tummeln sich Linke, Liberale und Konservative mit allerlei jeweiligen Unterordnungen und Teilflügeln und es gibt auch eine große Zahl im Grunde “apolitischer” Piraten, denen die herkömmliche Einordnung nicht egaler sein könnte. Das sind dann in der Regel die Piraten, die noch dem alten Motto “Nicht links, nicht rechts, vorne!” anhängen und einfach nur sinnvolle, pragmatische, lösungsorientierte Politik machen wollen. Politik, die Probleme löst und dabei innerhalb der grundlegenden moralischen und ethischen Grundregeln bleibt, die wir Programm nennen. Politik, die nicht ideologisch ist, sondern logisch, sachlich, vernünftig und immer den Menschen im Mittelpunkt behält. Das ist es auch, was mich initial zu den Piraten zog und mich trotz aller Widrigkeiten auch bei den Piraten hält. Politik geschieht heute nur zu häufig um den Menschen herum und nicht mehr mit dem Menschen im Mittelpunkt. Trotz aller Unstimmigkeiten, die ich sicher mit Einigen meiner Mitpiraten politisch auch habe, eines verbindet uns im Grunde alle: wir wollen Politik für Menschen machen, die dem Bürger nützt und ihn nicht einengt.

Wir Piraten stehen momentan mit unserem Schiff an einem spannenden Punkt im Ozean der Politik. Eigentlich liegen wir vor Anker. Die Zeit ist reif, den Anker zu lichten und wieder eine hörbare, bemerkbare Stimme zu werden. Aber auch eine Kraft zu werden, mit der man rechnen muss und die sich mit Kompetenz, Elan und vernünftigen Lösungen für die Probleme unserer Zeit bemerkbar macht. Dabei möchte ich helfen und dafür möchte ich zusammen mit dem Vorstand und allen Mitgliedern unserer Partei stehen.

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