Bye Bye 2021 – zum Jahreswechsel

Hin und wieder fragen mich Menschen, ob ich nicht zu diesem oder jenem einen Text schreiben möchte. Manchmal bejahe ich diese Frage, manchmal auch nicht. Aktuell fragen manche gerne nach einem Jahresrückblick, was sich bei einem anstehenden Jahreswechsel auch anböte. Ich verneine diese Frage in der Regel höflich. Ich freue mich ja, wenn Menschen wissen möchten, wie ich über dies, das oder jenes denke. Als Blogger und Twitterer hat man ja in der Regel schon ein gewisses Mitteilungsbedürfnis.

Ein spektakulär unspektakuläres Jahr

Mein Problem damit ist, dass ich 2021 als Jahr nicht wirklich wahrgenommen habe. Das liegt, glaube ich, weniger an 2021, als an mir selbst. Man kann nun wirklich nicht behaupten, dass 2021 nicht genügend Spannung und Abwechslung mit sich gebracht hätte.

Die Corona-Pandemie hielt uns, wie schon im Jahr zuvor, weiterhin auf Trab und sorgte für Einiges an Unmut, Leid, Unverständnis und vor Allem auch für das Aufkommen der Diskussion darüber, was wohl Freiheit sei. Das Ergebnis wiederum war für mich recht unspektakulär und erwartet: jeder definiert das ganz gern für sich selbst und wirkliche Einigkeit darüber, was Freiheit denn nun sei, herrschte nur sehr selten.

Ich selbst habe dazu ja mehrfach bereits so Einiges ausgeführt, z.B. hier, hier, hier und zuletzt hier, so dass ich mich da jetzt ungern wiederholen möchte.

Und auch sonst hatte 2021 nicht viele Überraschungen für mich zu bieten. Menschen glaubten weiterhin, was sie wollten und jene, deren Überzeugung man sich zum Ziel gemacht hatte, konnte man von Anfang an nicht überzeugen. Machen wir uns nichts vor: wer glaubt, dass Reptiloide und Regierungen Pandemien entweder nur vorgaukeln oder aber echte Pandemien zum Zwecke des Machterhalts nutzen, der wird sich von Fakten und nüchternen Kennzahlen nicht beeindrucken lassen. Jemand, der so etwas glaubt und verbreitet, der tut das auch weiterhin, egal, wie viel Aufklärungsarbeit man leistet.

Jahreswechsel mit Wissenschaft und Fakten – ein gewohnt schwieriges Thema

Zu viele Menschen lassen sich von stumpfem Pathos leiten und viel zu wenige von der Wissenschaft. Selbst mir macht das manchmal zu schaffen. In die Falle tappen wir alle mal, egal, wie sehr wir von der Wissenschaft beseelt zu sein glauben.

Das Problem mit unserer Gesellschaft ist aktuell aber leider, dass zu viele den Fokus dauerhaft auf Emotionen, Pathos und gefühlte oder geglaubte Wahrheit legen. Dagegen kommst du dann aber eben auch mit noch so viel Fakten und Wissenschaft nicht an. Fake News, Verschwörungstheorien, Querdenken und Aluhüte sind die neuen Götzen unserer Zeit. Ein beliebtes Sprichwort besagt “Ich glaube, was ich sehe.“. Grundsätzlich kann ich dem nicht viel entgegensetzen, ich nutze es selbst gern, wenn ich mit unverbesserlichen Gläubigen diskutiere. Das Problem damit allerdings ist: wenn man das im Kontext der Pandemie betrachtet, führt das heute häufig zu einem ganz eigenen, neuen Phänomen – anekdotische Evidenz.

Es kennt ja niemand einen Corona-Toten, dafür kennt jeder Impfgegner mindestens ein Dutzend Menschen, denen es nach der Impfung so richtig schlecht ging. Auf der anderen Seite geht es den Impfbefürwortern nicht anders, denn die kennen natürlich alle kaum Impfgeschädigte, aber mindestens ein Dutzend Corona-Tote. Ich selbst wiederum kenne z.B. im weiteren Umfeld mittlerweile 4 Menschen, die an Corona verstarben und ein gutes Dutzend Genesene und LongCovid Patienten. Dafür kenne ich nicht einen einzigen Fall von Impfschaden.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich: bei bislang rund 123 Millionen verimpften Einzeldosen finden sich unterschiedliche Angaben zu Schädigungen und Toden. Halbwegs glaubhaft schien mir bei kurzer Recherche die Zahl ~2000 bei den Impftoden und ~200.000 bei den “Impfnebenwirkungen“. In Relation betrachtet bedeutet dies, dass 0,0016% der Impfdosen zum Tode führten und 0,16% der Impfdosen zu sog. Impfnebenwirkungen.

Zum Vergleich: die aktuelle Letalitätsrate der Coronainfektion in der BRD beträgt rund 1,91%.

Böllerverbot – ja, nein, vielleicht?

Ein weiteres Thema, dass uns dieser Tage vermehrt beschäftigt, ist das Böllern. Genauer gesagt, das Verbot desselben. In diesem Verbot sehen ja viele den Untergang des christlichen Abendlandes, was insbesondere daher witzig ist, dass die Böllerei ursprünglich gar keine christliche Tradition ist. In deutschen Landen wurde sie gar erst mit dem Aufkommen der Industrialisierung und der Massenproduktion zur Gewohnheit. 1850 hat man in Deutschland zu Neujahr auf der Straße nicht mit Sprengstoff um sich geworfen.

Ich selbst vermisse sie auch nicht. Ich habe schon weit vor Corona kein Geld dafür ausgegeben und wenn ich ehrlich bin: ich genieße den Umstand, dass seit letztem Jahr hier auf dem Dorf nicht schon 5-6 Tage vor und 2-3 Tage nach Neujahr ständig irgendwer irgendwas krachen lässt.

Tatsächlich fände ich es gut, wenn wir dies beibehielten. Das wäre sicher auch im Sinne vieler Neugeborener, Älterer und Haustiere. Die Kracherei erfüllt doch ohnehin keinen Zweck und nervt nur. Wenn es wenigstens um hübsch anzusehendes Feuerwerk ginge, könnte man ja noch sagen: “Ok, die Gemeinde veranstaltet ein professionelles, hübsches Feuerwerk. Wem es gefällt, der kann das Geld, dass er verböllert hätte, gerne spenden.“. Aber die meisten, die sich jetzt lautstark echauffieren, dass das Böllerverbot ihre Freiheit unzulässig einschränken würde, wollen eben genau das: mit “Sprengstoff” durch die Straßen ziehen und Krach machen. Den Teil des Grundgesetzes, der hierauf ein Grundrecht vorsieht, möge man mir bitte mal zeigen.

Parteiwechsel und ein neuer Anfang

Ansonsten brachte 2021 für mich noch den Eintritt in die FDP mit sich. Wenn ich ehrlich bin: ein Teil von mir bereut es bereits und der andere Teil von mir weiß immer noch nicht so genau, warum ich das immer und immer wieder aufs Neue versuche mit der Parteiarbeit.

Der Teil von mir, der den Eintritt bereut, tut dies hauptsächlich der vielen schrägen Gestalten wegen, die man in internen FB-Gruppen und co. findet. Denn wer glaubt, dass man in der FDP nicht auch einen guten Anteil an Schwurblern, Leugnern und Spinnern fände, der irrt leider gewaltig. Vermutlich findet man die in jeder Partei. In der FDP kommt hierbei noch erschwerend hinzu, dass eine liberale Partei vermutlich naturgemäß eine Myriade unterschiedlicher, persönlicher Definitionen davon findet, was wohl Freiheit bedeutet. Das ist zum Einen toll: die FDP sollen ja die Freiheitlichen und Liberalen sein. Das führt zum Anderen jedoch zur ewig gleichen Diskussion darüber, wo Freiheit endet.

Ich habe das unlängst hier erst wieder ausführlich zum Thema gemacht, weswegen ich mich jetzt dazu nur ganz kurz äußern möchte.

Maximale persönliche Freiheit ist mit einer stetig wachsenden und eben auch zusammenwachsenden Gesellschaft nur bedingt vereinbar. Es kann nicht jeder einfach alles dürfen. Gesellschaft braucht Regeln. Eine Gesellschaft, die stetig und geradezu unkontrolliert wächst und zusammenwächst, wird unweigerlich akzeptieren müssen, dass wir eben nicht mehr wie der Almöhi allein auf der Alm vor uns hin leben. Dinge, die wir tun, haben Einfluss auf unsere Nachbarn. Was ich tue, kann meinen Nachbarn in seiner Freiheit einschränken und umgekehrt. Dafür müssen Regeln gefunden werden, Kompromisse, die möglichst jedem seinen Teil der Torte Freiheit gönnen.

Das Jahr, in dem wir möglichst viel über- und möglichst wenig miteinander redeten

2021 brachte eine ganz profane, aber auch profunde Erkenntnis für mich. Dabei war diese nicht einmal sonderlich neu: der Trend existiert schon seit mehreren Jahren und je mehr Zeit wir in Social Media verbringen, desto stärker macht er sich bemerkbar. Wir reden kaum noch miteinander. Menschen reden und schreiben ganz schön viel, ein Mangel an “Kommunikation” ist nicht zu spüren. Jeder kann so frei und ungehindert wie nie zuvor alles Mögliche einer breiten Masse entgegenwerfen, Social Media sei Dank. Das geht auch viel leichter als früher. Früher hast du halt gebloggt und warst happy, wenn das 5 Leute gelesen haben.

Die Reichweite der heutigen Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und co. ist ungleich höher. Das führt mitunter aber auch dazu, dass Kommunikation oberflächerlicher wird. Unterstützt wird dies dadurch, dass auf den meisten der Plattformen Beschränkungen existieren. Entweder, wie auf Twitter, Zeichenbeschränkungen: ein Tweet darf nur 280 Zeichen haben. Threads sind zwar möglich, aber wer seine Insights mal im Auge behält, wird schnell feststellen: schon nach dem 2. oder 3. Tweet in einem Thread schwinden Reach und Engagement.

Die Aufmerksamkeitsspanne des herkömmlichen Twitterpublikums ist gering.

Andere Plattformen, wie z.B. Instagram, sind nicht besonders textlastig. Dort arbeitet man eher mit Bildern und da passt häufig nicht viel Text drauf, bzw. zu textlastige Bilder werden einfach “überscrollt“. Man kann dort zwar einen Text zum Bild schreiben, die werden aber selten gelesen. Instagram “is all about the picture“.

Mehr Schein als Sein – über statt mit

All dies in Kombination mit der hohen Taktung (wer keinen Content nachschiebt, verliert Follower) führt zu mehr Oberflächlichkeit. Und es wird mehr getratscht, denn je. “Hast du gelesen, was XYZ geschrieben hat?” oder “Hast du das TikTok von XYZ gesehen? Unmöglich, was die anhat.“; von oben herab und über Menschen reden ist wieder in Mode. Nicht, dass das jemals nicht in Mode gewesen wäre, nur ist es mittlerweile deutlich mehr als nur salonfähig, sondern geradezu die Regel.

Wenn Twitterer mit einer Aussage eines anderen Twitterers ein Problem haben, dann sprechen sie diesen nicht darauf an, sondern machen einen Screenshot. Dieser wird dann, häufig mit einer hämischen Bemerkung oder deutlichen Statements der Missbilligung, auf der eigenen Timeline getweetet. Das hat den Vorteil, dass die eigene Bubble das zwar mitbekommt und man sich im wohltuenden Schein der Fav-Sonne suhlen kann, derjenige, um den es geht, davon aber im Zweifel nicht zwingend etwas mitbekommt. Wir reden übereinander, nicht miteinander.

Das Dumme ist: das machen eben nicht nur Privatmenschen so. Mittlerweile haben Parteien begriffen, wo Menschen sich so herumtreiben und wo sich mit wenig Aufwand Stimmung machen und Stimmen fangen lassen: im Internet, auf Social Media. Und nun reden auch Parteien lieber übereinander, statt miteinander. Wie im Kindergarten.

Persönliches Wachstum, private Projekte und zum Jahreswechsel ein wenig Wehmut

Nicht nur Politik, Gesellschaft und Pandemie haben mich 2021 beschäftigt. Auch ganz privat und persönlich gab es Dinge, die mich bewegten, beschäftigten oder zumindest meine Aufmerksamkeit erforderten.

Musik

Ich habe wieder relativ viel Lärm gemacht. Wer sich den mal antun möchte, kann dies auf meinem Soundcloudprofil tun. In der Regel ist das Hip Hop oder EDM. Ich habe mir aber vorgenommen, mich wieder mehr mit meiner E-Gitarre zu beschäftigen. Insbesondere, wie ich diese vernünftig und qualitativ akzeptabel aufnehmen kann, ohne dafür Unsummen an Geld ausgeben zu müssen. Daher schaue ich mir gerade mehrere Interfaces an. Mein Amp (Fender Mustang LT25) kann das zwar grundsätzlich nativ und das klingt auch gut genug für meinen Bedarf, aber es ist extrem nervig, ständig zwischen ASIO4ALL und dem Standardsoundtreiber hin und her wechseln zu müssen, wenn ich mit dem Aufnehmen eine Hook oder eines Riffs fertig bin und z.B. die Drums machen möchte oder derlei.

Immerhin: das befriedigt gleich zwei Gelüste. Musik zu machen und mit neuen, technischen Spielzeugen herumspielen zu können.

Blogging und Twitter

Ich wollte eigentlich wieder mehr schreiben. Das hat jetzt nur bedingt gut geklappt in 2021. Mal sehen, ob mich die Muse in 2022 diesbezüglich häufiger küsst. Dafür habe ich ja immerhin keinen Mangel an Blogs, wahrlich nicht.

Tatsächlich brauche ich dafür auch immer ein Thema, das mich einfach mitnimmt und beschäftigt. Und zwar so, dass ich zwingend mehr dazu schreiben möchte, als ein, zwei Tweets. Gleichzeitig möchte ich schauen, ob ich mich ein wenig mehr aus Twitter herausziehen kann. Social Media ist zwar Teil meines Berufs, aber Twitter nimmt privat viel Zeit und auch Nerven in Anspruch. Es gibt Monate, da schafft mein Privataccount mehr Reach und Engagement, als manch professioneller Account, den ich betreue.

November 2021 war zum Beispiel so ein Monat. Nun bin ich natürlich weit davon entfernt, ein Großaccount zu sein und mein Reach und mein Engagement erreicht die Zahlen der 10k+ Followeraccounts bei Weitem nicht.

Trotzdem möchte ich hier etwas zurückschrauben. Mal sehen, ob mir das gelingt. Mein Twitter-November war geprägt von sehr vielen, sehr intensiven Diskussionen. Nicht immer waren diese besonders angenehm und es gab tatsächlich Tage, an denen habe ich mich am Ende des Tages einfach wirklich nicht gut gefühlt. Twitter macht etwas mit Menschen. In 99% der Fälle ist es kein Problem für mich, da abzuschalten und zu sagen “Ok, was Spinner im Internet sagen, ist mir egal.”. Es fällt mir jedoch zunehmend schwerer und je mehr Weltverschwörung, Coronaleugner, Schwurbler und co. ich mitbekomme, desto schwerer fällt es mir, da noch ruhig und vernünftig zu bleiben. Wenn der Moment gekommen ist, an dem du eigentlich jeden Zweiten auf Twitter anzupampen, weil er nur hirnverbrannten Scheiß schreibt, dann musst du ein paar Schritte zurück machen und dir eine Auszeit gönnen.

Interviews

Eine sehr spannende und wohltuende Episode hingegen waren die Interviews mit Sexworkern, die ich geführt habe. Eine Schnapsidee, die aus dem Nichts geboren wurde. Tatsächlich hatte ich auch sehr lange mit mir gehadert, ob ich das wirklich machen möchte. Zum Einen war von vornherein klar, dass das mit viel Arbeit verbunden sein würde. Wenn ich das machen würde, müsste es meinen eigenen, hohen Anforderungen genügen, d.h., ich würde die Interviewpartner vernünftig recherchieren müssen und dann das Ergebnis entsprechend aufarbeiten. Zum Anderen war ich mir unsicher, ob ich die Leute wirklich mit einer solchen Anfrage nerven wollte.

Zum Glück habe ich mich dann am Ende dafür entschieden. Das war eine sehr spannende, aufregende Erfahrung. Ich habe viel über die Interviewpartner erfahren, aber auch viel über mich selbst.

Ähnlich lange, wie ich mich gefragt habe, ob ich die Sexworker nerven möchte, frage ich mich nun schon, ob ich der Serie “Sexwork und Twitter” eine weitere Serie “Medizin und Twitter” folgen lassen möchte. Menschen, die ich schon gerne mal interviewen würde, fielen mir auf Anhieb im Dutzend ein. Stellvertretend für locker 2-3 Dutzend Accounts hier mal nur eine Handvoll: DerApotheker, hustendoktor, Marc Hanefeld, Nell oder auch die “Schwester Frau Doktor“; es gäbe viele interessante Gesprächspartner. Sie alle hätten so unglaublich Vieles und Spannendes zu sagen, aber sie alle haben auch: gerade echt Besseres zu tun, als sich von mir nerven zu lassen.

2022 also…quo vadis?

Gute Frage. Gesellschaftlich sehe ich weiterhin eher schwarz, da kommt der Misanthrop in mir wieder auf volle Fahrt. Ich bin da auch ganz ehrlich: wenn ich mir die Nachrichten anschaue, Social Media lese oder auch nur den blökenden Nachbarn ums Eck mal für ne Minute zuhöre…es wird ja gefühlt nicht besser. Der Heinmax auf Twitter sagt immer so schön: “Alle bekloppt.” und er hat ja Recht. Menschen gehen heute dagegen auf die Straße, dass man ihr Leben schützen möchte. Dieselben Menschen, die 10 Minuten davor auf Social Media Plattformen noch den 400. Beitrag darüber, wie man mit genug Vitamin D und Bewegung quasi selbst Krebs heilen kann, geliked haben.

Man muss sich ja immer vor Augen halten, dass Twitter, Facebook und co. (noch) nicht die komplette Gesellschaft abbilden. Dass es gar nicht die Mehrheit ist, der man in Telegramchannels und co. einfach jeden Bären aufbinden kann. Dass die Mehrheit gar nicht an Reptilienmenschen, Morgellonen und Orgonit glauben, sondern mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität und der Wissenschaft stehen. Das Ding ist nur…all diese verschwurbelten Theorien finden so einfach, schnell und flächendeckend Zuhörer, Anhänger und Weiterverbreiter, dass es manchmal wirklich schwer ist, diese noch als Minderheit wahrzunehmen.

Wir haben mittlerweile eine neue Regierung, die Ära Merkel ist zu Ende. Was ich davon halten möchte, weiß ich noch nicht. Zur Ampel sagte ich ja hier schon Einiges, als sie noch Theorie war. Wirklich viel besser kennengelernt haben wir und die Ampel uns ja seither noch nicht. Insofern bleibe ich da verhalten skeptisch.

Womit ich mich 2022 mehr beschäftigen möchte

Ich habe ja 2020 schon begonnen, hin und wieder ein paar der Gerichte, die ich häufiger koche, niederzuschreiben. Das würde gern wieder häufiger tun, die Liste auf lazyfood.tobiasb.eu ist ja dann doch noch überschaubar.

Auch möchte ich wieder mehr fotografieren. Ich habe 2021 kaum fotografiert und ich vermisse das schon. Dabei rede ich jetzt nicht von meinen beinahe täglichen Kantinentweet-Fotos und co, sondern davon, mit der DSLR rauszugehen und vernünftige Fotos von allerlei Dingen in der Natur zu machen.

Und wieder mehr Musik machen. Musik machen erdet, befreit und macht Spaß.

Das Ding mit der Fitness und dem Abnehmen müsste so langsam auch mal wieder ernsthafter angegangen werden. Ich war mal auf 117kg runter. Dann kamen Streß im Job, Corona und Homeoffice und trotz täglichen Spaziergängen und co. wieder auf 130kg hoch. Da muss mehr gehen.

Aus einer Laune heraus habe ich zudem nach einer Diskussion mit ehemaligen Mitpiraten digitalnatives.site ins Leben gerufen. Ein Projekt, dem ich gerne mehr Zeit widmen würde, den aktuell bekommt es nicht nur von den damaligen “Mitspinnern” keine Liebe, sondern auch von mir.

Ansonsten bin ich gespannt, wie es beruflich weitergeht. Wir sind seit März 2020 im full homeoffice Modus und die, die möchten, können da auch bleiben. Ich möchte. Und bleibe. Dennoch überlege ich, ob ich Veränderung brauche oder möchte. Immerhin tue ich nun seit 13 Jahren dasselbe. Das macht zwar auch Spaß, aber manchmal frage ich mich schon, wie das mit den alten Hunden und den neuen Tricks so ist. Mal sehen.

Kommt gut rüber und bleibt gesund!

Zum Abschluß bleibt mir nur noch, Euch allen einen guten Rutsch zu wünschen. Kommt gut in 2022 an, bleibt gesund und passt auf Euch auf. Für 2022 wünsche ich mir, dass wir wieder mehr mit- statt übereinander reden. Dass wir alle mal aus dem Konfrontationsmodus raus und in den Kooperationsmodus rein kommen.

Denn am Ende kommen wir aus der Sache nur gemeinsam raus. Das stumpfe, fixe Beharren auf persönlichen Freiheiten, “Das haben wir schon immer so gemacht!” und “every man for himself” wird uns nicht weiterbringen. Zum Teil ist es sogar mit daran Schuld, dass wir sind, wo wir sind und dass Dinge sind, wie sie sind.

Und wer weiß, vielleicht ist 2022 ja wirklich das Jahr, in dem wir uns alle mal ganz ordentlich an die Nase fassen.

Im Zweifel gilt, wie immer: Que sera, sera. Whatever will be, will be.

Happy New Year!

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